Pieschen als Ausflugsziel

Bauernhaus

Bauernhaus

Das rechtselbig gelegene Dorf „Pesczen“ (= Sandgegend) wurde 1292 erstmals urkundlich erwähnt. Nur wenige Häuser des ursprünglichen Gassendorfes sind bis heute erhalten geblieben.

Etwa Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Pieschen aufgrund seiner idyllischen, stadtnahen Lage zu einem beliebtem Ausflugsziel der Dresdner Bevölkerung.

Wirtschaftlicher Aufschwung

Eschebach Werke

Eschebach-Werke

Weiterhin sorgten die Trassenführung der ersten deutschen Fernbahnlinie von Leipzig nach Dresden über die Pieschener Flur (1839) und der 1859 fertiggestellte Hafen für einen wirtschaftlichen Aufschwung. Größere Industriebetriebe wie die Eschebach-Werke siedelten sich an.

Ein expandierendes Wohnviertel

Gründerzeitblockrandbebauung

Gründerzeit-Blockrandbebauung

Aufgrund dieser Veränderungen entwickelte sich Pieschen immer stärker zu einem Arbeiterwohnviertel mit rasantem Bevölkerungsanstieg. Daher verabschiedete die Gemeinde Pieschen 1878 einen Bebauungsplan, in dessen Folge rund um den Dorfkern Altpieschen neue Straßen und Wohnviertel mit mehrstöckigen Häusern, meist in geschlossener Bauweise, entstanden.

Weiterhin wurde beschlossen, dass neue Fabrikbauten in dem Gebiet zwischen Eisenbahn und Großenhainer Straße angesiedelt werden sollten.

 

Eingemeindung als Stadtteil von Dresden

Rathaus Pieschen

Rathaus Pieschen

Im Jahr 1897 wurde Pieschen nach Dresden eingemeindet. Während des Wandels zum dicht besiedelten Stadtteil blieben einige Flächen unbebaut, die heute vorwiegend als Kleingartenanlagen genutzt werden.

Bauliche Situation

Neubau Altbau

Neubau - Lückenschließung in bestehender Blockrandbebauung

Der Stadtteil Pieschen überstand den zweiten Weltkrieg verhältnismäßig unzerstört, da er von größeren Luftangriffen verschont blieb. In der DDR führte jedoch die unzureichende Instandhaltung der historischen Bausubstanz zum allmählichen Verfall ganzer Straßenzüge, so dass 1989 zahlreiche Häuser des Stadtviertels zum Abriss vorgesehen waren.

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde Pieschen 1991 zum zweitgrößten städtischen Sanierungsgebiet erklärt. Viele Gebäude wurden seitdem modernisiert und geben dem Stadtteil heute seinen eigenen Charme. Ebenso konnten viele Baulücken geschlossen werden. In den letzten Jahren entwickelte sich Pieschen zu einem beliebten Wohnviertel. 

Impressionen

Pieschener Hafen

Der Pieschener Hafen

Altpieschen

Altpieschen

Gründerzeithäuser

Gründerzeithäuser